Der zweite Tag des Wochenendes, das einige Vereinsmitglieder fast komplett im Boulodrome verbrachten begann wenig verheißungsvoll. Als Stefan Wendt und Carsten Best Ihre Nachtwache beendeten wurden sie nicht wie am Vortag durch Sonnenstrahlen geweckt, sondern durch dicke Regenwolken. Als die ersten von Lotte Trenschel eingeteilte Schicht beim Brötchenschmieren war und die ersten Jugendspieler aus Hessen, Baden-Württemberg und dem Saarland eingetroffen waren, kam es knüppeldick. Ein heftiges Gewitter verwandelte das Boulodrome in eine Pfützenlandschaft und auf der Wiese konnte man ohne Gummistiefel kaum nassen Füßen entgehen. Eilig wurden zwei weitere Partyzelte organisiert, damit die Gäste wenigstens nicht allzuviel von oben abbekamen. Die sich einspielenden Jugendlichen, die dem Regen zunächst getrotzt hatten wurden beim Aufzucken der Blitze vom Platz beordert.

Hier eine Impression vom Zelt der Turnierleitung:

 23_-_turnierleitung_bei_regen

Nach gut einer Stunde entspannte sich die Situation und die erste Runde für die gut 20 Doublettes konnte beginnen. Gegen 10:45 Uhr fing es allerdings erneut an, stark zu regnen. Die für 11:30 Uhr bestellten Teilnehmer an der 3. Dieburger Stadtmeisterschaft trudelten nach und nach ein. Die meisten Mannschaften hatten wenigstens einen "Kundschafter" geschickt, der die im Trockenen verbliebenen informieren sollte, wie der Sachstand sei. Andere Teams, wie z.B. die "Pitschedibbler" die im Boulodrome voll auf ihre Kosten kamen - waren vollständig vertreten. Auch wurden z.T. zugesagte Salatspenden vorbeigebracht, obwohl man sich gegen eine Teilnahme entschieden hatte. Dies alles zeigte den Verantwortlichen des CdP, dass das Jedermannturnier für Viele inzwischen ein Ereignis ist, dass sie nicht missen möchten. Gegen 12 Uhr - es regnete immer noch und das Jugendturnier war nach der ersten Runde unterbrochen worden, sah man auf dem Regenradar einen hellen Fleck über Michelstadt, aus dem man Hoffnung schöpfte. Zwischendurch begrüßte Schirmherr Dr. Werner Thomas die Anwesenden und wünschte Gutes Gelingen. Eine Viertel Stunde später - es regnete inzwischen etwas weniger - hatte man sowohl bei den Jugendlichen, als auch bei den Freizeitboulisten mit den Mannschaftsvertretern beraten, wie verfahren werden solle. Man entschied sich auf beiden Seiten dafür, das Turnier fortzusetzen, bzw. zu starten. Beim Jedermannturnier waren es immerhin noch 12 unentwegte Teams - eines wurde sogar kurzfristig zusammengestellt, da Teile der Mannschaft jeweils nicht mehr warten wollten. Aus FDP und DJK wurde kurzerhand "FDJK". Ab dem Zeitpunkt, da die erste Kugel rollte, fiel kein Tropfen regen mehr und ab 15 Uhr hätte man Sonnenöl brauchen können.  

 Bei der Offenen Hessenmeisterschaft der Jugend ist aus Dieburger Sicht erwähnenswert, das Paul Bonifer mal wieder auf dem Treppchen landete. Er wurde Dritter!

Bei den Jedermännern siegte das Team Schahom in einem packenden mit 13:11 gewonnen Finale gegen das Team von Clara-Schumann-Straße 2. Die erste Mannschaft aus dieser Straße hatte beim ersten Turnier dieser Art den Wanderpokal mit nach Hause nehmen können. Auf Wunsch der Teilnehmer gab es erstmals auch ein Spiel um den dritten Platz. Hierbei siegten die Eistiger gegen die Ballsportfrauen - letztere landeten sicherlich nicht zufällig soweit oben im Klassement, da sie seit Wochen regelmäßig zum Training erschienen waren. Trainiert hatten auch die Schnooke-Utzer, die auch in diesem Jahr - mit drei Formationen - die größte Teilnehmergruppe stellten. Das beste dieser Teams landete auf Platz 5.

'Turnierleiter Gisbert waltet seines Amtes
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 In Bad und WC ist alles o.K. dank Rainer und der DJK, unserem "Toilettensponsor"
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 Dann kamen die Jugendspieler und ... der große Regen
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Es regnet, es regnet, die Erde wird naß", sagt ein altes Kinderlied, dass ich von meiner Oma
gelernt habe. Was ich damals noch nicht wusste: Wenn die Sau schwimmt, ist sie aus!
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 Spielen oder nicht spielen, das ist hier die Frage ...
 22_-_wann_wirds_besser
 Der schönste Platz ist manchmal unterm Zeltdach ...
 24_-_bei_regen_ist_der_berdachte_dienst_gar_nicht_so_schlecht
 ... und nicht auf dem Spielfeld.
 26_-_spielen
 Hier ist Jürgen, unser Fotograf - siehe auch www. boulephotos.de.
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 Es gibt kein schlechtes Wetter wenn man Gummistiefel und einen FDP-Schirm ...
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 ... oder einen Rotwein und gute Laune hat.
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 Auch ein Regenhut tut gut. Endlich ging's los für das Team Schahom und alle anderen.
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 Achtete auf die Einhaltung von Regeln und Zeit: "Trötenboni".
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 Vorne volle Konzentration, im Hintergrund viel Spaß bei den Ballsportfrauen.
 40_-_spa_ist_am_wichtigsten
 Welches ist die nächste Kugel?
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 Die Herren Schnooke-Utzer warten auf die nächste Kugel
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 So seh'n Sieger aus, obwohl sie nie zuvor in dieser Formation gespielt haben: "FDJK".
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 Jeder derf emoal gucke - aach de Foddograf :-)
 46_-_jeder_der_moal_gucke
 Die Herren der Schnooke-Utzer mussten gegen das Damen-Team eine hart umkämpfte
 knappe Niederlage einstecken. Dennoch: Die gute Laune steht eindeutig im Vordergrund.
 So soll es sein.
 47_-_stimmung
 Doch jetzt wird's ernst: Finale in Gummistiefeln bei 25 Grad im Schatten auf Bahn 8. Im
 Ring: Triplette Clara-Schumann-Straße 2.
 49_-_gummistiefel_bei_25_grad
 Selten einmal gibt es bei unserer Sportart soviele interessierte Zuschauer, wie beim
 Endspiel der Stadtmeisterschaft. Das kennt man sonst fast nur aus Frankreich. Wenn's so 
 weiter geht brauchen wir vielleicht irgendwann noch eine Tribüne.
 50_-_zuschauer

 51_-_siegSieg für Schahom nach packendem Finale. Am Ende stand es 13:11.
Kurz nach der Siegerehrung, bei der alle Teilnehmer Preise mit nach Hause nehmen konnten - wir bedanken uns herzlich bei unseren Sponsoren, der Naturheilpraxis Christina Cronauer und dem Fitnesstreff Dieburg für die vielen Gutscheine (!) - muss alles wieder eingepackt werden. Das geht nur, wenn viele mit anpacken.
 52_-_einpacken
 Erst wenn die letzte Bank verladen und ...
 54_-_festzeltgarniturkette
 ... der letzte Müllsack weggefahren ist, ...
 53_-_rainer_immer_im_einsatz

 ... hat man es geschafft. Lotte war im Dauereinsatz und auch Stefans Schuhen sieht man an
     das er viel im Boulodrome unterwegs war.

 55_-_geschafft
 Wir danken allen aus Nah und Fern, die an diesem verregneten Vormittag den Weg ins
 Boulodrome gefunden haben und bis zum frühen Abend bei uns geblieben sind.
 Wir hoffen, dass es allen so viel Spaß gemacht hat wie uns!