Am gestrigen Samstag spielten unsere vier Ligamannschaften in Oestrich-Winkel (1. und 3. Mannschaft) und Bürstadt-Bobstadt (2. und 4. Mannschaft) die letzten beiden Spiele dieser Saison. Kurz gesagt erwischten sämtliche Teams einen "gebrauchten Tag" und es kam leider nicht ein Gesamtsieg zustande.

1. Hessenliga

Die erste Mannschaft kam mit Stefan Bonifer, Rainer Düsterhöft, Leon Baumann, Ulrich Stöhr, Christian Fröhlich, Beate Bayerl-Weißbäcker, Ann-Katrin Weißbäcker sowie Malte und Paul Bonifer in den je fünf Spielen gegen die beiden um die Meisterscahft spielenden Teams aus Wiesbaden und Viernheim nicht zu einem einzigen Sieg. Damit konnte zwar Rang 8. verteidigt werden, aber auf Grund des Abstiegs, des BC Tromm aus der Bundesliga, wird in der 1. Hessenliga in der kommenden Saison ein weiterer Platz für diesen Neuankömmling von oben benötigt und der 8. Platz wird zum Abstiegsplatz. Schon lange vor diesem Spieltag war unserer Mannschaft bewusst, dass die Niederlagen gegen Rüsselsheim und Frankfurt einen Klassenverbleib in diesem Jahr sehr schwer machen würden, so dass das eingetretene Szenario nicht völlig überraschend kam.

3. Hessenliga Mitte SüdBei der zweiten Mannschaft ging es nach zuvor erreichten drei Siegen in der 3. Hessenliga Mitte/Süd ebenfalls um den Klassenverbleib. Die Ausgangslage war mit einem Sieg mehr, als bei der ersten Mannschaft zwar etwas günstiger, aber Jürgen Bloßfeld, Reinhard Jörs, Stephan Ludwig, Achim Weißbäcker sowie Claudia und Walter Bischoff war bewusst, dass man nur mit einem Sieg das Zepter des Handelns in der eigenen Hand behalten würde. Im ersten Spiel gegen Groß-Rohrheim stand es nach den Triplettes ausgeglichen 1:1, aber leider konnte nur eines der drei Doublettes gewonnen werden. 2:3 hieß es somit, was bedeutete, dass jetzt erst einmal gerechnet werden musste. Eine überraschend hohe Niederlage der SG Arheilgen führte dazu, dass letztere einen hohen Sieg gegen den Tabellenzweiten aus Wiesbaden benötigt hätten, um bei einer gleichzeitigen hohen Niederlage des CdP an diesem vorbeizuziehen. Nach dem 1:1 in den Triplettes gegen den SV Geinsheim und einem zeitgleichen 0:2-Rückstand der Arheilger war klar, dass dies nicht mehr eintreten könnte, sodass man relativ entspannt in die letzten Spiele gehen konnte. Es ist somit zwar schade, dass es am Ende erneut zu einer 2:3-Niederlage kam. Positiv ist allerdings, dass dieser eine weitere Punkt aus den Doublettes den 7. Tabellenplatz sicherte, da - abhängig von der Frage, wieviele Absteiger aus der 2. Liga aus Südhessen zu verzeichnen sind, der 8. Platz eventuell noch zu einem Relegationsspiel führen kann. Insofern lässt sich hier konstatieren: Ende gut, alles gut!

 

3. Hessenliga Süd

Die dritte Mannschaft, die in diesem Jahr in der 3. Hessenliga Süd antrat, konnte wesentlich entspannter an den letzten Spieltag herangehen, da sie zuvor bereits vier Siege eingefahren hatte, weshalb ein Abrutschen auf einen der letzten beiden Plätze faktisch unmöglich war. Dennoch hätten Jens Seibert, Michael Jost, Michael und Sina Rödler, Uwe Seifert, Wolfgang Klose sowie Hannelore und Wolfgang Gondolf noch auf den achten Tabellenplatz abrutschen können, was es - siehe oben zu vermeiden galt. Mit zwei 2:3-Niederlagen gegen die Teams aus Winkel und Rheingau schnitt man identisch ab, wie die zweite Mannschaft und landete ebenfalls auf dem 7. Platz. Als Aufsteiger der nach den zwei Auftaktsiegen bereits relativ früh kaum noch etwas mit dem Abstieg zu tun hatte, kann sagen: Alles richtig gemacht! 

4. Hessenliga Süd

Die vierte Mannschaft konnte in der 4. Hessenliga Süd im ersten Spiel gegen Rodgau leider keinen Einzelsieg landen. Man muss allerdings klar konstatieren, dass das Team auf Grund von Ausfällen in den zuvorgenannten Teams extrem unter der sogenannten "Hochspielregelung" leiden musste. Wieland Becker, Maria Rist, Anouk Haentjens-Bonifer, Cornelia Neidhardt, Simone Kraus, Elisabeth Peter sowie die beiden Nachwuchsspieler Maximilian Schäfer, Jennifer Schröder machten es anschließend gegen den unangefochtenen Tabellenführer und späteren Meister Los Veteranos Frankfurt deutlich besser. Nach einem Spielstand von 2:2 gelang es allerdings dem letzten noch spielenden Doublette leider nicht, einen 12:8-Vorsprung ins Ziel zu retten, wodurch auch hier leider eine Gesamtniederlage (2:3) zu verzeichnen war.

Fazit: Es ist natürlich bedauerlich, dass die erste Mannschaft einmal Mehr den Gang in die zweite Liga antreten muss, aber es ist einfach so, dass es in der ersten Liga eine Zwei- oder gar Dreiklassengesellschaft gibt. Unsere Mannschaft kann realistischer Weise nur in der hinteren Hälfte des Klassements punkten. Wenn es dann gegen ein oder zwei Gegner nicht so rund läuft und kein Sieg zu Stande kommt, dann ist der Abstieg immer ein Thema zumal wenn ungünstiger Weise ein hessischer Vertreter aus der Bundesliga absteigen muss. Unter dem Strich bleibt allerdings festzuhalten, dass wir es nach einigen Jahren wieder geschafft haben, vier Teams durchgängig an den Start zu bringen, was ansonsten nur noch der TV Dreieichenhain und der PC Petterweil zu Stande bringen. Insofern braucht sich unser Verein keineswegs zu verstecken. Es ist - zumindest aus Sicht des Verfassers - wichtiger, viele Menschen an unserem schönen Sport teilhaben zu lassen, anstatt sich nur auf das Ziel zu konzentrieren eine Mannschaft möglichst weit oben zu positionieren. Mit dem aktuellen Rekordwert von 93 Mitgliedern sind wir da auf einem guten Weg.